Die verschiedenen Editoren

Lange Jahre wurde bei der REDAXO-Installation immer der WYSIWYG-Editor TinyMCE mit installiert, obwohl er keineswegs zwingend notwendig war und es schon lange zahlreiche Alternativ-Editoren für REDAXO gibt. Das hat sich mit der REDAXO-Version 4.6 geändert, die den Tiny MCE nicht mehr enthält. Dieser Artikel gibt daher einen Überblick über die wichtigsten Editoren und stellt die unterschiedlichen Konzepte dar.

Prinzipiell muss man zunächst unterscheiden zwischen WYSIWYG-Editoren (What you see is what you get) und Editoren, die rein textbasiert und mit einer Ersetzungssprache wie Textile oder Markdown arbeiten. Erstere versuchen die Formatierung mehr oder weniger originalgetreu im Eingabefenster darzustellen und speichern Original-HTML in die Datenbank. Die zweite Kategorie erwartet im Eingabefenster Kürzel, die erst bei der Ausgabe in HTML “übersetzt” werden. In die Datenbank werden diese Kürzel gespeichert, keine HTML-Tags.

WYSIWYG oder Textile/Markdown

Zunächst erscheinen die WYSIWYG-Editoren die bessere Wahl, weil sie ähnlich wie Word und Layout-Programme funktionieren: Man formatiert den Text mit Hilfe von Icons und erhält sofort die gewünschte Formatierung.

Demgegenüber laden aber die textbasierten Editoren wesentlich schneller, weil sie die Formatierungen nicht erst aufwändig “rendern” müssen, und sie sind wesentlich robuster gegen Fehleingaben der Redakteure. Auch lässt sich damit eher ein konsistentes Layout garantieren, weil vom Layouter ungewünschte “Mogeleien” wie mehrfache Leerzeilen ignoriert werden. Auch wenn es zunächst unkomfortabler aussieht: Die meisten Entwickler aus dem REDAXO-Team nutzen bei ihren Kundenprojekten eher textbasierte Editoren.

Dieser Artikel stellt zunächst mit Tiny MCE, CKEditor und Redaktor drei WYSIWYG-Vertreter vor, bevor dann mit RexMarkitup und Epic Editor zwei textbasierte Editoren zur Sprache kommen.

TinyMCE

Tiny MCE

Dieser vermutlich bekannteste WYSIWYG-Editor kommt auch in vielen anderen CMS zum Einsatz und war lange Zeit im Standard-Installationspaket von REDAXO enthalten.

Die Iconleiste kann wie bei allen anderen Editoren auch flexibel mit Icons bestückt werden. Auch das Säubern von aus Word kopierten Texten ist möglich – diese Option ist wichtig, da Word beim Kopieren viel unbrauchbaren HTML-Code mitkopiert, der dann beim Einsetzen in einen WYSIWYG-Editor meist Unheil anrichtet.

Der TinyMCE ist reichhaltig ausgestattet und kann – korrekt für die jeweilige Website konfiguriert – mehr oder weniger alle Wünsche erfüllen.

Download:
http://www.redaxo.org/de/download/addons/?addon_id=400

Editor-Website:
http://www.tinymce.com/

CKEditor

CKEditor

Der CKEditor scheint etwas robuster als der Tiny MCE zu sein gegen HTML-Fehleingaben durch den Redakteur. Die Website des Editors hält außerdem eine umfangreiche Dokumentation und viele Codebeispiele bereit. Auch findet man etliche Skins oder Plugins, um die Funktionalität zu erweitern. Innovative Features wie Inline Editing, Widgets oder Magicline zeigen, dass der Editor sehr aktiv weiter entwickelt wird und neue Ideen aufgreift.

Der CKEditor kann natürlich wie der Tiny MCE auch sehr flexibel innerhalb von REDAXO konfiguriert werden.

Download:
http://www.redaxo.org/de/download/addons/?addon_id=1070

Editor-Website:
http://ckeditor.com/

Redactor

Redactor

Zunächst zeichnet sich Redactor besonders durch seine elegante, aufgeräumte Oberfläche aus. Aber auch der moderne Code-Aufbau und die flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten zeigen, dass Redactor ein zeitgemäßer und praxistauglicher Editor ist.

Leider ist dieser WYSIWYG-Editor als einziger der hier vorgestellten kostenpflichtig, aber REDAXO hat eine Lizenz gekauft, die die kostenfreie Nutzung des Editors innerhalb von REDAXO gestattet.

Download:
http://www.redaxo.org/de/download/addons/?addon_id=1004

Editor-Website:
http://imperavi.com/redactor/

RexMarkitup / Textile

Rexmarkitup

Das Textile-AddOn ist im REDAXO-Core-Paket enthalten. Textile hat eine Markdown-ähnliche Syntax, um mit Shortcuts HTML zu erzeugen. Die einfachen Shortcuts werden beim Output dann in die korrekten HTML-Tags übersetzt. So erzeugt
h1. Headline
in der Ausgabe
<h1>Headline</h1>

Diese Eingabe mag unkomfortabel erscheinen, doch in der Praxis hat man die Kürzel schnell erlernt. Textile hat außerdem den Vorteil, sehr schnell zu reagieren, weil keine WYSIWYG-Ansicht geladen werden muss und ist robuster als WYSIWYG-Editoren gegen unerwünschte Redakteurs-Eingaben. So werden z.B. auch mehrere Leerzeilen nur als EIN Absatz interpretiert.

Die Textile-Syntax ist erstaunlich umfangreich und offen für Erweiterungen. Auch die REDAXO-Website selbst nutzt lediglich Textile.

Um Neulingen den Einstieg zu erleichtern, wurde Markitup entwickelt – ein Editor, der konfigurierbare Icons bereithält zum Einfügen von Textile-Kürzeln. Nutzt man RexMarkitup, muss also auch Textile installiert sein.

Obwohl RexMarkitup auch eine Preview-Möglichkeit bereithält, liegen die Stärken dieses Editors klar in der Robustheit und Schnelligkeit. Auch dass statt HTML nur eine Textile-Entsprechung in die Datenbank geschrieben wird, ist unter bestimmten Umständen ein Vorteil.

Download:
https://github.com/gharlan/rex_markitup

Textile-Doku:
http://txstyle.org/
http://redcloth.org/textile

Editor-Website:
http://markitup.jaysalvat.com/home/

Epic Editor

Epic Editor 1

Der Epic Editor ist in sehr schlichter Markdown-Editor, der keine Iconleiste und im Gegensatz zu den anderen Editoren (noch) keine Unterstützung für den REDAXO-Medienpool und die REDAXO-Linkmap hat.

Dafür bietet der Epic Editor die volle Unterstützung der Markdown-Syntax und eine einfache Preview-Funktion.

Die Preview-Ansicht:

Epic Editor 2